01.11.2013

Ausflug in die Lüneburger Heide

„Alles Geschaffene ist vergänglich. Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein.“

 -Siddhartha Gautama-


 

Nördlich von Amelinghausen im Tal der Luhe liegt die kleine Gemeinde Oldendorf, mit ihrer nicht nur für Archäologen sehr interessanten Oldendorfer Totenstatt. Die
Oldendorfer Totenstatt ist ein Ensemble von Grabhügeln und Megalithanlagen, deren über 4000 -jährige Vergangenheit als Bestattungsfeld, ein Anziehungspunkt für Bürger und Gäste von Nah und Fern ist. So zog es am Sonnenabend, dem 26.10.2013 auch uns in den knapp 80km entfernten niedersächsischen Landkreis Lüneburg, um die beeindruckenden Megalithanlagen der Oldendorfer Totenstatt zu besichtigen. Ab 10 Uhr morgens trafen wir uns am Pinneberger Bahnhof und reisten pünktlich um 10.30 Uhr , in drei PKW verteilt, Richtung Kreis Lüneburg. Nach knapp 50 Minuten Fahrzeit erreichten wir unser Ziel und hielten auf dem direkten Parkplatz zur Oldendorfer Totenstatt. Anschließend wurde noch gemeinsam gefrühstückt, ehe es dann gestärkt, zu Fuß durch die Megalithenanlage ging. Dabei kamen wir an Hünenbetten, Rundhügeln und weiteren neolithischen Monumenten, welche Ausdruck der Kultur und des Spiritismus jungsteinzeitlicher Gesellschaften sind, vorbei. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.

 

Da Touristenführungen durch die Anlage nur von Mai bis September stattfinden, übernahm ein gut vorbereitetes Mitglied aus unserer elfköpfigen Gruppe die Führung durch die Anlage und konnte diese, inklusive beantworteter Fragen, mindestens gleichwertig ersetzen. Nach Besichtigung der beeindruckenden archäologischen Denkmäler, haben wir uns zu einer weiteren Wanderung zum "Schemmes Hus" entschlossen. Dabei gingen wir entlang der Luhe, durch die- bereits vom Herbst gefärbte- wunderschöne Landschaft, ehe wir das 1,8 km entfernte einstige, seit 2005 zum Museum umfunktionierte, Schul- und Wohnhaus erreichten. In dem 1750 errichteten Fachwerkhaus widmet sich das Archäologische Museum Oldendorf/Luhe, auf zwei Etagen, thematisch überwiegend der Einwanderung der ersten Ackerbauern und der Einrichtung ihrer Grabanlagen im Luhetal, welche in die jungsteinzeitliche Trichterbecherkultur um 3700 v. Chr. begann. Dabei verbindet es die Grabfunde der Totenstatt mit den ebenfalls eindrucksvollen und weithin bekannten Großsteingräbern im Gelände. Nachdem wir dieses sehr interessante Museum ausgiebig erkundeten, machten wir uns, wieder entlang der Luhe, auf dem Rückweg zum Parkplatz. Dort angekommen, machten wir noch eine weitere kurze Rast und stiegen in die Autos. Doch vor der endgültigen Rückfahrt machten wir noch zwei Zwischenstopps.

 

Den ersten machten wir im nahegelegenen Soderstorf. An einem Waldrand konnten wir auf einer gut gepflegten Anlage, ein weiteres Großsteingrab, ein komplett erhaltenes Hügelgrab, zwei Steinkreise und ein bronzezeitliches Gräberfeld erkunden. Dabei beeindruckte uns besonders die 1,4x6 Meter große Kammer des Großsteingrabes, mit ihren vier aufliegenden Decksteinen. Den zweiten und letzten Stopp machten wir unweit des Ortes Schwindebeck, bei der seit 1936 unter Naturschutz stehenden Schwindequelle, an dessen gut zugänglichen Quelltopf man sehr gut sehen kann, wie das Wasser von unten her aus dem sandigen Grund gedrückt wird.

 

Dabei werden regelrechte Sandfontänen aufgewirbelt. Die meisten ließen es sich nicht nehmen von dieser frischen Quelle einen Schluck des klaren, stets auf 9 Grad Celsius gekühlten, Wassers zu probieren. Nachdem wir auch dieses schöne Stück Natur erkundeten, traten wir den gemeinsamen Rückweg an. Gegen 16.30 waren wir wieder in Pinneberg und hatten einen, sehr interessanten, eindrucksvollen, sowie- auch dank des gut mitspielenden Wetters- schönen Nachmittag hinter uns gelassen.




Gez. Joker
Pinneberg den 01.11.2013


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