21.03.2014

Exkursion zur Norddeutschen Geschichte

„Wahr di Garr de Bur de kumt (Hüte dich Garde der Bauer, der kommt).“

 -Eingraviertes Motto auf der Dusenddüwelswarft-


 

Viele Schleswig-Holsteiner wissen nicht in welch geschichtsträchtiger Umgebung sie leben. Schon in der Steinzeit war die Kimbrische Halbinsel (Schleswig-Holstein + Dänemark) besiedelt. Spuren der Megalithkultur findet man sowohl an und in der Nordsee, Ostsee so wie im Landesinneren. Schon in der Bronzezeit führten die Bernsteinstraßen von der Eider (im griechischen: der heilige Eridanos) bis nach Griechenland, Troja, Phönizien und Ägypten. Der Handel mit Bernstein machte diese Halbinsel reich und zufrieden. Selbst das legendäre Atlantis wird von einigen Forschern in der Nordsee vermutet.

 

Im Mittelalter lebten Germanen – und Slawenstämme Seite an Seite handelten und kämpften zusammen gegen äußere und innere Feinde. Ein unsäglicher Konflikt mit den stammverwandten Dänen prägte die weitere Geschichte.

 

Die JfP hat sich am 8. März 2014 aufgemacht einen Teil dieser großartigen Geschichte wiederzuerleben. Mit einer Gruppe von 11 Leuten zog man zuerst zum Schalenstein bei Bunsoh. Dieser Schalenstein ist eine der schönsten Megalithanlagen in Norddeutschland, schon allein deswegen weil er mit Handabdrücken und Zeichnungen (u.a. ein Sonnenrad) unserer Vorfahren verziert ist.

 

Weiter ging es nach Husum ins Nordseemuseum. Themenschwerpunkte waren hier das versunkene Kirchspiel Rungholdt, der Deich- und Häuserbau des Nordens, sowie Themen aus dem Bereich des Seehandels (u.a. Stoffe und Textilien aus aller Welt).

Zum Schluss hielt man dann noch an dem beeindruckenden Denkmal „Dusenddüwelswarft“ in Dithmarschen. Dieses Denkmal steht als Erinnerung des Sieges der Dithmarschenbauern („48er“) 1500 bei Hemmingstedt gegen die Truppen des Dänischen Königs und seines Bruders, des Herzogs von Holstein. Neben der Landwehr von Dänemark und Holstein besiegten die tapferen Bauern auch die angeheuerte „Schwarze Garde“, ein elitäres Söldnerregiment welches spezialisiert war Bauernaufstände niederzuschlagen. Am 17. Februar 1500 mussten sie jedoch eine erschütternde Niederlage verbuchen.

Die Laune des Zuges war gut, das Wetter war schön. In nächster Zeit wird die JfP eine ähnliche Exkursion starten. Jeder Geschichtsinteressierte ist herzlichst eingeladen.







Gez. Jugend für Pinneberg
Pinneberg den 21.03.2014


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