12.09.2014

Spannung in Uetersen

"Der Feige droht nur, wo er sicher ist."

Johann Wolfgang von Goethe

 

Eine Podiumsdiskussion kann bei politischen Themen schon mal etwas hitziger werden und oft auch im nach hinein für jede Menge Zündstoff sorgen. Seltener hingegen, wenn dies schon im Vorfeld geschieht. Das es geschieht, konnte man an dem Beispiel Uetersen sehen.

Dort findet bekanntlich am 21.09.2014 die Bürgermeisterwahl statt. Bereits zum 10.09.2014 wurde in der Mensa, Beekerstraße zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion eingeladen, an der alle Bürgermeisterkandidaten die Möglichkeit bekamen sich den Uetersener Bürgern vorzustellen. In der Regel nehmen alle potentiellen Kandidaten dieses Angebot, vor einem größeren Publikum für ihre eigene Kandidatur zu werben, auch an - Schließlich will man ja gewählt werden. Es erschienen jedoch nur drei der vier Bürgermeisterkandidaten. Die amtierende Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) kündigte schon im Vorfeld an, nicht an dieser Veranstaltung Teilzunehmen.

"In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Hauptausschusses, Andreas Stief (CDU), erklärt sie, dass sie Schaden von der Stadt, den Bürgerinnen und Bürgern und nicht zuletzt den anwesenden Polizistinnen und Polizisten abwenden."

"„Eine städtische Veranstaltung mit Beteiligung des NPD-Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl und Reichsbürgers, unter Polizeischutz und begleitet von Protesten, wäre das falsche Signal."

Denn neben CDU-Kandidat Andreas Faust und den für die Grünen politisch aktiven, seit 2008 arbeitslosen Bernd Möbius, kandidiert nämlich auch der vermeintliche NPD nahe Steffen Peter. Doch das Fernbleiben von Andrea Hansen stieß bei vielen Bürgern auf großes Unverständnis, da ihre angegebenen Gründe eher nach Ausflüchten klang und ihre Abwesenheit natürlich keinen Einfluss auf den Veranstaltungsverlauf hatte. Kritik gab es auch aus den anderen Fraktionen:

 

"Andreas Stief, Fraktionsvorsitzender der CDU und Hauptausschussvorsitzender, kann die Argumentation von Hansen ebenfalls nicht nachvollziehen. Die Gründe hält er für fadenscheinig. Es gehe ihr nicht darum, Schaden von der Stadt abzuwenden. „Sie will den Schaden von sich abwenden, weil sie dieser Veranstaltung nicht gewachsen ist."

 

 

Selbstverständlich wurde auch auf einschlägigen Linkskriminellen Weltnetzseiten aufgerufen der Veranstaltung bei zu wohnen : "Kein Podium für Nazis! Gemeinsam die Kandidatur von Steffen Peter verhindern!"

 

Doch wer sich eine unterhaltsame Podiumsdiskussion gar mit Störungen versprach, der sah sich enttäuscht. Die Kandidaten stellten sich vor, erzählten bisschen aus ihrem Privatleben, was man verbessern könnte und beantworteten brav alle Zuschauerfragen. Die Erzählweise der Kandidaten war Teilweise monoton und inhaltlich wurde nicht viel geboten. Wie all zu oft, wurde von allen drei Kandidaten versprochen, mehr Gewerbe in Uetersen anzusiedeln. Hinzu kamen auch etwas skurrilere Vorschläge, wie etwa von Bernd Möbius, der eine Menschenkette, gegen japanisches Delphintöten, in Uetersen organisieren möchte. Steffen Peter möchte eine Universität und eine Disco in Uetersen errichten. Insgesamt sorgte die Podiumsdiskussion bei den meisten Zuschauer eher für Langeweile und trotz der Unruhen im Vorfeld verlief die Veranstaltung absolut störungsfrei. Die sogenannte Antifa war zwar ungefähr mit 15, überwiegend Jugendlichen, vor Ort, fiel aber nur, vorm Eingang, durch schwarze Kleidung und vereinzelter Pöbeleien sowie Drohgebärden gegen Uetersener Bürger auf. Anwesende Mitglieder der JfP wurden natürlich auch versucht  zu bedrohen. "Ihr sch... Wi...., ihr seid nachher dran!"

 

Davon ließ sich natürlich niemand der JfP beeindrucken und so konnte auch diese ungestört der Kandidatenrunde lauschen. Da die selbsternannte Antifa ihre Krone der Dummheit zu verteidigen hatte, wurde noch ein PKW zerkratzt, sowie zwei Reifen zerstochen. Allerdings nicht, wie erhofft, das Auto eines der JfP Mitglieder, sondern das Auto einer 52 jährigen Anwohnerin. Das vermeintliche Zielauto parkte dahinter. Zerstörung und Erlebnisorientierung haben halt in diesen Kreisen Priorität.

 

Bevor spekuliert wird, sei am Ende noch mal deutlich gesagt, dass die JfP KEINEN der vier Bürgermeisterkandidaten unterstützt! Weder Andrea Hansen, Andreas Faust, Bernd Möbius noch Steffen Peter!

 

 

Gez. joker-jugendpinneberg@web.de

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