12.05.2010

8. Mai - Kein Grund zum Feiern

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos vor den marodierenden Truppen der Alliierten, die es mit großer Übermacht, beispielsloser Brutalität und völkerrechtswidrigen Militäraktionen letztendlich schafften, die tapferen Verteidiger Deutschlands und seine Verbündeten zu bezwingen. Der Krieg war vorbei, aber das Morden ging weiter. Alle Deutschen und die Völker (Ukrainer, Balten, Kroaten, russische Oppositionelle, Italiener, europäische Freiwillige etc.), die ihnen geholfen hatten, wurden quasi für vogelfrei erklärt, ermordet, interniert, verschleppt, misshandelt, vertrieben und enteignet . In Algerien gab der französische General Duval den Befehl für die Vernichtung von tausenden algerischen Männern über 16 Jahren. Ostereuropäer, denen der amerikanische Präsident Roosevelt für ihre Hilfe die Befreiung versprach, wurden gnadenlos an Stalin ausgeliefert und verschwanden für immer in seinem Archipel Gulag. Der deutsche Osten wurde völkerrechtswidrig Polen einverleibt und ganz Deutschland besetzt. Millionen deutsche Frauen, Kinder und Alte kamen in Konzentrationslagern der Alliierten zu Tode oder wurden vertrieben und verloren ihre Heimat. Verbrecherische Partisanen überfielen in ganz Europa Dörfer und richteten beispiellose Blutbäder an. Die mit den Alliierten verbündete Mafia, unter Verbrecherlegenden wie Luciano und Lansky konnten das organisierte Verbrechen fest in Europa installieren.

Alles in allem sollte jedem klar denkenden Menschen angesichts solcher Tatsachen bewusst sein, dass der 8. Mai kein Tag zum Feiern ist, sondern eher ein Tag zum trauern und darüber nachzudenken, wohin Machtgier und Selbstherrlichkeit führen können.

Leider ist es anders. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland gibt es immer noch Menschen, die den 8. Mai als “Befreiung” und die Alliierten als “Befreier” feiern, da diese ja dem so genannten “Hitlerfaschismus” Einhalt geboten hatten. Oberflächlich betrachtet mag das durchaus richtig erscheinen: Deutschland war handlungsunfähig und somit war der Krieg rein formell beendet. Trotz dessen kann man nicht von “Befreiung vom Faschismus” sprechen, da die faschistoiden Elemente des Nationalsozialismus komplett in die nachfolgenden Staatsfragmente (DDR und BRD) übernommen wurden. Somit wurde nicht der Faschismus, sondern der Nationalsozialismus entfernt. Nicht “Nazi-Deutschland”, sondern die Deutsche Wehrmacht hatte kapituliert (Mohndorfer Erklärung), das Deutsche Reich blieb somit formell erhalten und existiert bis zum heutigen Tag. Es ist lediglich unter alliierter Besatzung und Verwaltung, da bis heute kein Friedensvertrag vorhanden ist. Folglich war der 8. Mai weder ein Tag des Antifaschismus, noch ein Tag des Friedens. Ganz zu schweigen davon, dass die Alliierten seit dem zweiten Weltkrieg regelmäßig andere Länder und Völker auf die gleiche Art und Weise überfallen und “befreien”, wie zu jener Zeit das unsere; Korea, Vietnam, Afghanistan und Irak sind nur ein paar Beispiele für das Treiben der Imperialisten.

Wer den 8. Mai feiert, feiert somit Kapitalismus und Imperialismus, Gulag und Internierung, Vertreibung und Mord, Krieg und Faschismus.

Nein, diesen Tag sollte man nicht feiern!

Leider hat sich das Frontlinien-Fußvolk der etablierten Herrscher auch in diesem Jahr nicht geschämt, ihre Verachtung für alles Andersdenkende und ihre Bewunderung für die blutige Aufzwingung des Kapitalismus (der uns heutzutage in die Krise getrieben hat) durch den alliierten Imperialismus öffentlich zur Schau zu stellen. Eine etwa 50köpfige Horde Rotfaschisten zog am Sonnabend, dem 8. Mai durch Elmshorn und nach Pinneberg um dort 60 Millionen Tote perfide und pietätlos als Befreiung zu feiern. So versuchten Gewerkschaftsangehörige, Angehörige der SPD und DKP ihre stumpfsinnigen Parolen, wie ihr jedes Jahr herunter geplärrter Psalm “Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!” unters Volk zu bringen. Es wäre schön, wenn diese Leute diesbezüglich bei sich selbst anfangen würden und den Faschismus, den sie meinen, mal genauer definieren würden. Faschismus ist in diesem Fall nämlich lediglich das Synonym für den Andersdenkenden. Somit wäre es in ihrem Sinne besser ausdrückt mit “Frei denken ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen”, da der Hauptkonsens ihrer Botschaft darin lag zu diktieren, welche Meinungen nun richtig sind und welche Meinungen augenblicklich verboten gehören. Oppositionelle kamen da in gewohnter Manier nicht gut weg.

Zu diesem Haufen, der sich immer so gerne als bürgernah und dem Rechtsstaat verbunden präsentiert, gesellten sich auch der Polizei bekannte Straftäter der linksextremistischen Szene. Die Veranstalter begrüßten das Auftreten der Gewalttäter sichtlich, während diese eher dazu geneigt waren, das Hinterteil des Generalbevollmächtigten der IG Metall Uwe Zabel aufzusuchen. Dieser ist dafür bekannt, die Beiträge der Gewerkschaftsmitglieder lieber für seine politischen Fantasien gegen Rechts auszugeben, anstatt für den Kampf der Arbeitnehmer, der Tag für Tag aussichtsloser wird. Ob sich ihr Auftauchen gelohnt und sie ein paar Euros erhaschen konnten, bleibt fraglich. Sollte es nicht so sein, muss halt beim nächsten Hafenfest eine kleinere Dose Reizgas als Argumentation gegen Andersdenkende ausreichen (Straftag von linker Seite auf dem Elmshorner Hafenfest 2009).

Zum Glück war die Resonanz dieser Aktion eher mäßig, denn die Bürger interessierten sich vielmehr für den Elmshorner Buttermarkt und auch Pinneberg hatte kaum Interesse an der Verherrlichung von völkerrechtswidrigen Militäraktionen. So war der rote Spuk ebenso schnell vorbei, wie er begonnen hatte. Noch dazu wurde den Teilnehmern der Tag noch durch eine nette Aktion von unbekannten zivilcouragierten Bürgern verdorben; an der Autobahnbrücke Pinneberg Nord wurde tagsüber ein Transparent mit der Aufschrift “60 Millionen Tote sind keine Befreiung!” (dazu wurde netterweise auf unsere Internetadresse verwiesen) aufgehängt, dass erst am frühen Abend von der Polizei entfernt werden konnte. So wurde nicht nur Stellung bezogen, sondern allen Vorbeifahrenden auch gezeigt, dass nicht jeder Bürger des Kreises Pinneberg kritiklos Medienpropaganda hinterherläuft.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verherrlichung des 8. Mais in Zukunft noch weniger Interesse erregt und dann vielleicht irgendwann ganz ausbleibt, so dass sich derartige Gedanken lediglich auf die Köpfe einiger, weniger Ewiggestriger beschränken.

Gez. Hannibal

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