15.02.2010

Dresden 2010 - Bericht

Anreise

Am 13.02.2010, nach pünktlicher Abfahrt unseres vollbesetzten Busses aus Pinneberg und verkehrsbedingtem Unglück traf unsere Gruppe verspätet in Dresden ein. Während der Fahrt wurden informative Reden zu den Hintergründen und Begebenheiten der Geschichte Dresdens gehalten und einander ausgetauscht. Aufgrund von Vollsperrung der Autobahn mussten wir leider einen enormen Zeitverlust und Umweg in Kauf nehmen, der uns somit den Anschluss an andere Reisegruppen aus dem Norden verwehrte und uns zu spät zum Sammelpunkt Wilder Mann zustoßen ließ, der mittlerweile verlassen war. Durch Koordination mit Kontaktleuten vor Ort wurden wir instruiert, über die Großenheiner Str. zum zentralen Sammelpunkt Neustädter Bahnhof zu gelangen. Wir beschlossen zur Sicherung des Busses vor Entglasung, den weiteren Weg (ca. 1km)zu Fuß zurückzulegen, da mit Feindkontakt zu rechnen sei.

Wie es sich herausstellte, war die Gruppe des Treffpunktes Wilder Mann offensichtlich einige Minuten zuvor die selbe Strecke gegangen, hinter der sich nun einige Hundert Gegendemonstranten der Linken, IGM, Antifa, etc.. bewegten. Wir hatten, nachdem uns 2 Polizeisperren durchwinkten (Zitat:"Die Straße ist frei") auf ca. 200m Sichtkonktakt zur Gegendemo am Großenhainer Platz. Da ein Durchkommen an dieser Stelle nicht möglich war und in den Seitenstraßen immer mehr gewaltbereite Chaoten zu sehen waren, traten wir den Rückzug an. Die Koordination zum Versammlungsort schlug fehl und die Situation drohte zu eskalieren.

Turbulenzen

Wenige Minuten später offenbarte sich auf selber Straße ein schneller Abzug und völliges Fehlen der Polizei, welche uns zuvor zur Gegendemonstration durchwinkte. Ca. 100 linke Chaoten begannen den hinteren Teil unseres Zuges mit Flaschen, Steinen und Schusswaffen zu attackieren, indem sich einige Pinneberger Kameraden und der Vorstand des NPD-Verbandes Westküste mit Ingo Stawitz befand. Ungefähr 10 Kameraden hielten den Angreifern entgegen, wobei es zu 3 Verletzten auf unserer Seite und 7-8 Veletzten bei den Angreifern kam. Ein am Boden liegender dänischer Kamerad erlitt eine Platzwunde, als ihm ein großer Eisblock auf den Schädel geschlagen wurde. Es gelang nach dieser Auseinandersetzung dem hinteren Zug, der die Chaoten auf Distanz gehen ließ, Zuflucht in einer Tankstelle zu finden, die gute Verteitigungsmöglichkeiten bot, allerdings unter darauffolgenden Angriffen der Chaoten schweren Schaden genommen hat. So stand die Tankstelle unter Beschuss von Feuerlöschern, CS-Gas und etlichen Steinen. Es kam dabei allerdings nicht zu weiteren Verletzten auf unserer Seite, was durchaus anders hätte ausgehen können, wenn der Treibstoff der Zapfsäulen, der beim Angriff durch die Chaoten draußen verteilt wurde, auch noch angezündet worden wäre.
Ca. 20 Minuten später, nachdem die in Panik geratene Tankstellenleiterin die Polizei alarmierte, erschienen lediglich 4 Einsatzfahrzeuge, die sich auch noch vom Tankstellenpersonal überzeugen wollten, ob nicht wir(sic!) die Tankstelle angegriffen hätten. Ein Krankenwagen traf einige Zeit später auch noch ein und kümmerte sich um akute Verletzungen.

Heimreise

Die Sitiution beruhigte sich und die Meldungen über weitere Zusammenstöße und den Verlauf des Marsches bzw. der Kundgebung trafen bei uns ein. Als die Veranstaltung seitens der Polizei offiziell aufgelöst wurde, war auch für uns die Zeit gekommen, weitere Schäden zu vermeiden und uns auf den Heimweg zu machen. Unser Bus blieb unbeschadet. Auf der Rückfahrt wurde viel spekuliert, der Tag reflektiert und die Fehler gesucht, die uns allen an diesem Tage untergekommen waren. Es trafen unter anderem auch noch Meldungen über etliche Schwerverletzte und sogar 2 tote Kameraden ein, welche allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht bestätigt werden konnten, aber angesichts der Gewalt in den Dresdener Straßen nicht völlig unrealistisch schienen. Bei der Ankunft in Pinneberg war die Polizei offensichtlich schon ganz gespannt auf unser Erscheinen, da sie mit ca. 30 Beamten den ganzen Pinneberger Bahnhof besetzte. Aufgrund von offensichtlich mangelhafter Arbeit des Überwachungspersonals beim Verfassungsschutz standen die Beamten zur falschen Zeit an falscher Stelle, kontrollierten lediglich zufällig vorbeikommende Kameraden und diskutierten in der Kälte wunderlich, wo denn unser Bus sei oder wann er denn eintreffe, da sie noch von einer "Spontandemonstration" meinten, Kenntnis zu haben.

Fazit

An diesem Tag wurde in Dresden eine neue Dimension der Gewalt und Maßnahmen offenbart, um Veranstaltungen des nationalen Widerstandes in dieser Größenordnung zu verhindern. Während sich bis zu 6500 Kameraden im Kessel von Polizei und Chaoten in Neustadt befanden, schwirrten etliche Reisegruppen von zusammen ca. 4000 Personen im Dresdener Stadtgebiet umher, denen ein Zustoßen zum Versammlungsort unmöglich gemacht wurde. Die Polizei setzte in ihrer Strategie gezielt auf Eskalation, wo diese ohne großes Aufsehen zu fördern war. Unsere Gruppen wurden durch Straßenzüge geschickt, ungehindert Kontakt zu linken Chaoten zu bekommen, während sich die Staatsmacht aus dem Staub machte und letztendlich auf Grund der gewollten Eskalationen der fadenscheinige polizeiliche Notstand ausgerufen wurde. Diese Ergebnisse werden nunmehr dazu dienen, Verbotsgründe für kommende Großveranstaltungen mit Augenmerk auf den 13.02.2011 in Dresden zu liefern. Wir haben es aber trotzdem geschafft, mittlerweile ein Potential von 10000 Mann zu einem Anlass zu bewegen und dieses wird das System in Zukunft auf's Ärgste zu bekämpfen wissen. So sind wir gefragt, aus Fehlern zu lernen, neue Taktiken und Wege zu finden, um das immer größer werdene Potential auf die Straße zu bringen und unsere Anliegen nach Außen zu tragen.

In diesem Sinne: "Eine verlorene Schlacht ist noch lange kein verlorener Krieg."
Gez. Körnel

15.02.2010 - JLO - Bericht der Veranstalter des Dresdener Trauermarsches

...zurück


Kurzmeldungen










 

 Mein-HH

  • deutsch, sozial & frei
  • Freie Kameraden |Pinneberg - Elbmarsch| Schenefeld, Halstenbek, Barmstedt, Uetersen, Tornesch, Elmshorn, Wedel, Quickborn, Bokel, Moorrege, Appen, Borstel, Rellingen