23.02.2012

Aktion: Dresden 2012

Junge Menschen, geht gegen den Wind, auch wenn ihr kriechen müsst wenn man es anders nicht schafft, aber denkt daran: geht immer gegen den Wind“


Auch in diesem Jahr fand wieder der alljährliche Trauermarsch zum Gedenken der 250 000 Toten des Bombenholocausts in Dresden statt.
Da dieses Jahr ausschließlich der abendliche Fackelmarsch am 13.Februar stattfand, machte sich auch eine kleine Delegation der Jugend für Pinneberg bereits eine Woche vorher als in den Vorjahren auf nach Dresden, um diesem ehrwürdigen Gedenken in andächtiger Atmosphäre eines kalten Winterabends beizuwohnen und den Toten unseren Respekt zu zollen.

Da ein Kamerad bereits am Vorabend nach Dresden reiste, traf sich die komplette Gruppe erst am Veranstaltungsort. Während der bereits einen Tag vorher angereiste Kamerad mit Mitstreitern aus Dresden und Finnland lediglich wenige Minuten per Bahn durch Dresden zurücklegen musste um den Veranstaltungsort (ca. 3 Minuten vom Hbf entfernt) zu erreichen, machte sich der andere Teil bereits am Vormittag von Pinneberg auf, um mit Kameraden aus Mecklenburg und Pommern die schöne Kulturstadt Dresden zu erreichen.


Positiv zu erwähnen ist die diesjährige Teilnehmerzahl. So sind, trotz der Tatsache, dass der 13.2. dieses Jahr auf einen Montag fiel, über 2000 Menschen aus allen Teilen der BRD, Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland der Schweiz und Belgien in Dresden zusammen gekommen.

Den Auftakt machte eine Delegation aus Finnland, welche mit einer berührenden Rede vollsten Zuspruch der Zuhörer fand. Einen tollen Abschluss fand die Ansprache in einem in deutsch vorgetragenen Zitat von Elias Simojoki:

 “Junge Menschen, geht gegen den Wind, auch wenn ihr kriechen müsst wenn man es anders nicht schafft, aber denkt daran: geht immer gegen den Wind“

Einem, mittlerweile leider für Dresden, „traditionellen“ Einkesseln, also dem einsperren von nationalen Demonstranten in einen Art Freiluftkäfig, wurde dieses Jahr geschickt entgegen gewirkt, in dem sich eine Gruppe von ca. 400 Aktivisten aus Berlin, Mecklenburg, Pommern und Pinneberg gar nicht erst in den „Käfig“ bestehend aus sog. Hamburger Gittern und massiver Polizeiumzingelung gesellte. Auch nach mehrmaligen Aufforderungen der Polizei, blieb die Gruppe konsequent und betrat den Platz erst als der Trauermarsch begann.

Leider konnte auch dieses Jahr nicht verhindert werden, dass unserem geplanten würdevollen Gedenken Steine in den Weg gelegt werden. So wurde die Route auf ein kürzestes reduziert. Die zurückgelegte Route war leider nur etwa 1200 Meter lang. Auch ein weiterer Versuch unsererseits diesem undemokratischen Treiben etwas entgegen zu setzen, indem unserer Demonstrationsblock sich weigerte diese fast schon aberwitzig kurze Route weiter zu laufen, konnte lediglich bewirken, dass wir ca. 30 Minuten länger die kurze Rote für unser Anliegen nutzen durften. Immerhin befand sich unser Block bestehend aus ca. 600 disziplinierten Aktivisten in Mitten eines Wohngebiets. Kein Fenster blieb leer. So konnten doch einige Zeit viele Anwohner erkennen, wie wir andächtig, umgeben von mehreren Hundert laut brüllenden Antideutschen, die Contenance bewahrten und mit Fackeln, Fahnen und Transparenten ein anständiges und würdevolles Bild abgaben.

Der vordere Teil des Marschzuges war bereits am Abschlussort angekommen als die Polizeiführung entschied, den kompletten Trauermarsch in zwei Demonstrationen zu teilen. So wurde der Veranstalter dazu gedrängt mit der Abschlusskundgebung zu beginnen. Leider haben wir dadurch die Abschlussreden von Eckard Bräuniger und Dr. Olaf Rose nicht mit bekommen.

Die Rückreise verlief für alle Kameraden problemlos und ohne Zwischenfälle.

Die Jugend Pinneberg wird auch im Jahr 2013 wieder würdevoll mit vielen Kameraden aus aller Welt den Toten von Dresden gedenken.



Für Diskussionen um eine taktische Veränderung in den nächsten Jahren steht die JfP gerne bereit. Es liegt uns fern hier Kritik über den Veranstalter zu üben. Und auch von zu großem Gejammer über die Schwierigkeit der Durchführung solcher Veranstaltung nehmen wir Abstand.

Was wären wir für ein Widerstand, wenn uns das System so widerstandslos hinnehmen würde?! Niemand sagt, es wäre einfach in diesem System für seine Überzeugung gerade zu stehen.
Doch es ist notwendig!


Gez. Spence@jugendpinneberg.de

Bilder von www.gedenkmarsch.de


...zurück


Kurzmeldungen










 

 Mein-HH

  • deutsch, sozial & frei
  • Freie Kameraden |Pinneberg - Elbmarsch| Schenefeld, Halstenbek, Barmstedt, Uetersen, Tornesch, Elmshorn, Wedel, Quickborn, Bokel, Moorrege, Appen, Borstel, Rellingen