03.05.2010

Erster Mai - Nazifrei? Das war wohl nichts…

Auch wenn wir uns selbst niemals mit dem Kunstwörtchen “Nazi” bezeichnen würden, ist diese Überschrift doch mehr als gerechtfertigt, da die Denkmuster derer, die solche Parolen verbreiten, eher einfach und schubladenhaft gestrickt sind.

Die Maidemonstrationen dieses Jahr können als voller Erfolg gewertet werden. Wieder einmal friedlicher und disziplinierter als alle anderen trat die Nationale Bewegung in zahlreichen Städten in ganz Deutschland auf; während rotfaschistische Horden berauscht und randalierend durch die Straßen zogen, Polizei, Bürger und sogar eigene Bündnispartner angriffen. Doch mehr als die Zerstörung von Eigentum, haben sie mal wieder nicht erreicht.

Wir entschlossen uns kurzfristig doch nach Rostock und nicht nach Berlin zu ziehen. Grund dafür war die Bitte einiger Rostocker Kameraden. Die Anreise verlief ohne Probleme. Die Kameraden waren diszipliniert, motiviert und gut gelaunt. Nach einer etwa zweistündigen Fahrt erreichten wir Rostock, stellten die Autos an einem sicheren Ort ab und fuhren mit der Bahn weiter zum Versammlungsort. Dort warteten schon zahlreiche Kameraden auf uns. Nach etwa einer Stunde waren auch die letzten Kameraden eingetroffen und so konnten sich 500 bis 600 (laut Veranstalter 627) friedliche und disziplinierte Aktivisten auf den Weg machen. Die Demonstration verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle durch das Stadtviertel Groß Klein. Die Zwischenkundgebung fand zwischen den Plattenbauten in diesem Bezirk statt. Die einprägsame Stimme des Landtagsabgeordneten der NPD Mecklenburg-Vorpommern Udo Pastörs hallte kilometerweit durch die Blocks. Viele Menschen schauten und hörten interessiert zu, Protest gab es wenig und in gewohnter Manier nur lächerlich. Für kleinere Aufheiterungen sorgten junge Rotfaschisten, die sich durch ungeschickte Aktionen mit Silvesterknallern und Fahrrädern selbst (aber zum Glück nicht schwer) verletzten.

Für gute Laune sorgte eine kleine Begebenheit am Schluss: Als uns plötzlich der Geruch von altem, ranzigen Friteusenfett in die Nase kroch, erblickten wir unseren übergewichtigen, lokalen Rotfaschistenobermacker umringt von einer Handvoll seiner Gefolgsleute. Auch sie hatte es also nach Rostock verschlagen. An dieser Stelle ein Dank für diese witzige Einlage. Wie sinnlos wäre für ihn wohl die Reise verlaufen, wenn wir nicht nach Rostock gefahren wären… so sähe er trostlosen Blickes völlig fremden vorbeiziehenden „Nazihorden“ hinterher, doch nun gibt es wenigstens eine aufregende Geschichte zu erzählen.

Wieder zuhause angekommen, ließen wir den 1. Mai gemütlich, bei einem Bier und einer gegrillten Wurst ausklingen. Im Laufe des Abends erreichten uns die Nachrichten von anderen Kameraden, die ebenfalls sehr erfolgreiche Aktionen zu vermelden hatten. In späteren Kneipenbesuchen wurden wir von einigen Bürgern angesprochen und beglückwünscht, dazu entstand natürlich die eine oder andere interessante Diskussion.

Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Aktionen wieder so erfolgreich verlaufen.

Gez. Hannibal

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