10.03.2010

KdF-Besichtigung und würdevoller Trauermarsch in Sassnitz


KdF-Seebad Prora
Am 06.03.2010 machten wir uns mit ein paar Kameraden der AG Steinburg/Dithmarschen auf die Reise nach Rügen, um den alten KdF-Bau Prora zu besichtigen und danach am Trauer- und Fackelmarsch in Sassnitz teilzunehmen. Nach einigen Stunden Fahrtzeit erreichten wir Prora und somit unser erstes Ziel. Da wir nicht soviel Zeit hatten, entschlossen wir uns als erstes die Meeresbucht vom KdF-Komplex zu besichtigen. Der gigantische Gebäudekoloss erstreckt sich über eine Länge von knapp 5 Kilometern in einem Abstand von ca. 150 Meter zum Strand. Die Küste bietet einen langen flachen Sandstrand, der von Binz bis zum neuen Fährhafen Sassnitz im Ortsteil Neu Mukran reicht und ideal für die Errichtung eines Seebades war. Der Bereich zwischen den Gebäuden und der Küste ist mittlerweile mit Kiefern und niedrigem Gebüsch bewachsen. Die Ostseeluft war herrlich erfrischend und die Aussicht einzigartig. Nachdem wir die Meeresbucht besichtigt hatten und uns die Zeit davon lief, trösteten wir uns mit dem Gedanken, dass wir nicht das letzte mal hier gewesen sein sollten (Stichwort Fahrradtour nach Rügen zu Ostern).

Fackelmarsch Sassnitz
Am 6. März 1945 griffen über 150 alliierte Bomber die Stadt Sassnitz und ihren Hafen an. Mehr als 1.300 Menschen fanden in der mit Flüchtlingen überfüllten Stadt den Tod.

Anläßlich des 65. Jahrestages rief der NPD Kreisverband Nordvorpommern für die gestrigen Abendstunden zu einem Trauermarsch durch Sassnitz auf. Die Veranstalter selbst hatten mit 150 Teilnehmern gerechnet, tatsächlich waren es dann über 250 Personen, die im Fackelschein an das Schicksal der toten Volksgenossen erinnerten.

Dumpf hallten die Trommeln von klassischer Musik begleitet durch die Nacht. Schwarze Fahnen voran. Geordnet in Dreierreihen. Vorbei an geöffneten Fenstern und gefüllten Balkonen.

Ein Protest gegen den Trauerzug war faktisch nicht spürbar. Geschätzte 30 Personen stellten sich, den Rücken zugewandt, an den Straßenrand. Das Geschrei eines alkoholisierten Demokraten war nur noch peinlich. Peinlich mutete auch der massive Polizeieinsatz an, nicht nur, daß jedem Teilnehmer des Trauerzuges mehr ein Polizist gegenüberstand, bei Vorkontrollen setzen die Einsatzkräfte für ihre Drohkulisse auch Maschinenpistolen ein.

Dem Aufruf, Lichter als Zeichen des Protestes in die Fenster zu stellen, folgten ganze zwölf Haushalte. Aus mindestens zwei geöffneten Fenstern solidarisierten sich Zuschauer durch das Zeigen des deutschen Grußes – ungeachtet oder unbewußt der juristischen Konsequenzen.

Im Hafen wurde die Kundgebung abgehalten. Der NPD-Kreisvorsitzende Dirk Arendt schilderte zunächst die Geschehnisse vor 65 Jahren. Anschließend ging der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende Michael Gielnik auf den anhaltenden Bombenterror der USA und ihrer Bündnispartner im Namen der westlichen Demokratie ein. Die Kundgebung endete mit einer Schweigeminute und der Übergabe von mehreren Rosen in die kalte Ostsee.

Das Infoportal „Freies Pommern“ berichtet von einem gänzlich würdevollen und disziplinierten Trauermarsch. In der Menge der Personen und der Dunkelheit fielen erfreulicherweise amerikanische Uniformteile, mit Totenköpfen bedruckte Kleidungsstücke, klingelnde Telefone, in die Umgebung pinkelnde oder sich amüsierende Teilnehmer nicht ins Gewicht. Im Nachgang sollten solche Vorkommnisse dann aber doch einer kameradschaftlichen Kritik unterzogen werden.

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