05.04.2012

Schluss mit Menschenhandel!

“Job ist Job” ist das Motto vieler Deutscher in dieser Zeit, dabei ist schon fast egal was das für eine Arbeit ist; ob man alten Menschen an der Tür DSL Anschlüsse verkauft, auch wenn diese gar keinen Computer besitzen, ob man Menschen nach Feierabend mit Werbeanrufen belästigt oder ob man in Drückerkolonnen mitfährt. Der Agentur für Arbeit ist kein Jobangebot zu schäbig, amoralisch und unterbezahlt um es nicht dem verzweifelten Arbeitslosen als Pflicht aufzubürgen und die Arbeitslosenzahlen des Systems zu drosseln. Der Arbeitslose muss diese Jobs annehmen, sonst erhält er kein Geld und Geld bzw. Kapital ist der ultimative Primarwert des plutokratischen BRD-Verwaltungsapparates. In der BRD dient der Mensch dem Kapital, bzw. dessen Protagonisten und nicht umgekehrt, wie es in einem sozialen System wäre, welches die Gemeinschaft und den Menschen als vorrangigen Faktor berücksichtigt.

Eine sehr weit verbreitete Möglichkeit dieser Jobs stellt die Leiharbeit dar, die zumeist unter dem irreführenden Namen Zeitarbeit, Personalleasing oder Überlassung von Arbeitskräften angeboten wird. Eine Zeitarbeitsfirma “leiht” einer beliebigen anderen Firma Arbeitskräfte für einen bestimmten Zeitraum. Diese Arbeitskräfte sind zwar teurer als normale Arbeitskräfte, jedoch besitzen sie kaum Arbeitnehmerrechte und sind jederzeit austausch- und kündbar. Allerdings haben sie den Nachteil, dass sie sich oftmals kaum mit dem Unternehmen identifizieren (verständlich, da sie ja de facto zur Leihfirma gehören), nicht genügend ausgebildet und auf Grund von mangelnder Bezahlung oftmals wenig motiviert sind. Der einzige der wirklich an diesem Konzept Gewinn macht ist der Verleiher, nämlich die Leihfirma. Es ist jedoch fraglich welchen Wert der Verleiher schafft um diesen Gegenwert rechtmäßig zu erhalten. Die Antwort ist einfach, der Verleiher schafft keinen Wert, er zerstört lediglich, das Selbstbewusstsein und die Arbeitsmoral des Leiharbeiters in dem er ihn zur Ware deklassiert. Von dem Wert, welcher vom Leiharbeiter geschaffen wurde, hat er selbst weniger als der Festangestellte, denn der meist größte Teil wird von dem Verleiher ohne eine Werteschaffung parasitär verschlungen. Das Verleihen von Arbeitskräften, welches man ebenso gut Menschenhandel nennen kann, ist somit de facto müheloses Einkommen, das Ausbeuten des Deutschen Arbeiters. Jenes Prinzip hat Deutschland und Europa in die Finanzkrise getrieben: Das Vermehren von Werten ohne potenzielle Gegenwerte widerspricht jedweder Logik und nistet als gieriger Schmarotzer in den Völkern des Abendlandes. Das reaktionäre Prinzip der Leiharbeit entspricht dem der Sklaverei und der feudalen Leibeigenschaft: Der Mensch zur Ware degeneriert, verliehen und verkauft. Oftmals wird heute schon von “moderner Sklaverei” in Bezug auf die Leiharbeit gesprochen, allerdings stellt sich hier die Frage, was daran modern sein soll, denn schließlich gab es den Menschenhandel schon in Assyrien und die Argumente der “Leihherren” (kaum zu unterscheiden von Lehnsherren) entsprechen denen der Antiabolitionisten des US amerikanischen Sklavenhandels (“…andernfalls hätten sie gar keine Arbeit - Ein Witz, wenn man bedenkt dass die Auszahlung der Leiharbeiter gerade mal Hartz 4 Niveau entspricht). Somit reiht sich die Leiharbeit nahtlos in die Geschichte der Sklaverei, des Menschenhandels und der Leibeigenschaft ein.


Oftmals wird mit dem sogenannten “Klebeeffekt” geworben, welcher meint, dass bei guter und verlässlicher Arbeit des Leiharbeiters eine Festanstellung in der entsprechenden Firma möglich ist. Wie vieles in der BRD entspricht auch diese Mär nicht der Wahrheit, sondern ist auf das Ausbeuten von Einzelfällen zurückzuführen. Laut Gewerkschaften werden nur 7 % der Leiharbeiter in ein Festangestelltenverhältnis übernommen und da man weiß was von Gewerkschaftsinformationen zu halten ist, dürfte die Realzahl, noch darunter liegen. Noch dazu machen es die Leihfirmen durch Knebelverträge dem Arbeitnehmer nicht leicht sich von ihnen zu trennen, auch wenn sie ihn vorher mit dem “Klebeeffekt gelockt haben. 

Warum toleriert die BRD die Leiharbeit?


Zwar verdient die BRD an der Leiharbeit nicht viel mit (höchsten an den Steuern des Verleihers), jedoch profitiert sie in anderer Weise am Menschenhandel. Durch die Abschaffung der Arbeitnehmerrechte der Leiharbeiter in einer Firma, das Verhältnis zwischen dem Verleiher und dem Leiharbeiter, als Herr und Knecht (Stichwort: Leihherr), das Ausführen unterqualifizierte Arbeit durch hochqualifiziertes Personal, entsteht beim Menschen das, was sich Systeme wie das der BRD am meisten von ihrer Bevölkerung wünschen, nämlich die Sklavenmentalität. Die Bereitschaft den Potentaten nur um des schnöden Mammonswillen hörig zu sein. Das ist das wirkliche primäre Ziel der Förderung dieser Art von Arbeitnehmertäuschung.

Leiharbeit ist die Deklassierung des Menschen zur Ware,
Leiharbeit ist gegen den freien Geist des Menschen,
Leiharbeit gehört verboten!


Gez. Hannibal
Hannibal@jugendpinneberg.de


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