30.03.2010

Tag der Deutschen Zukunft
Scheint die Sonne auch für …

Ja das tat sie und zwar am Tag der Deutschen Zukunft in Hildesheim am 5. Juni 2010. Diese Demonstration, von mehr als 700 zivilcouragierten Deutschen, kann mit Fug und Recht als großer Erfolg bezeichnet werden. Waren wir am 6. Juni 2009 am Tag der Deutschen Zukunft, hier bei uns in Pinneberg, gerade mal 200 Teilnehmer (was für eine Stadt von der Größe auch ein schöner Erfolg war), so waren es ein Jahr später fast viermal so viele.

Gerade für uns als Jugend Pinneberg, die ja so zu sagen den Startschuss für diese hoffnungsvolle Kampagne gegeben hat, war es natürlich Pflicht auch in einer größeren Abordnung nach Hildesheim zu kommen. Die Hinfahrt, die wir per Bahn antraten, erwies sich als sehr stressfrei und unterhaltsam. In dem Metronom von Verden nach Hannover bot ein Mitarbeiter des Zuges uns sogar ein ganzes Abteil in der ersten Klasse für unsere etwa 50köpfige Truppe an, ohne Aufpreis versteht sich. In Hannover trafen wir auf die AG Kiel und andere Kameraden, dass wir schon hier auf über 100 Köpfe anwuchsen.

In Hildesheim angekommen wurden wir Zeuge der schon vorher angekündigten Schikanen der Polizei. Jeder, der bis dato 600Aktivisten musste durch ein Durchsuchungszelt. Gemessen an der Menge der Teilnehmer wurden relativ wenig Gegenstände beschlagnahmt, in unserem Fall eine schwarze Jacke, die den falschen Schnitt hatte. Angesichts der scheinenden Sonne, war das für den Betroffenen eher angenehm, diese nicht im Gepäck zu haben. Auch Fahnenstangen wurden widerrechtlich gekürzt und mussten wenig später von der Polizei per Klebeband geflickt werden, da die Verantwortliche Polizistin den Auflagenbescheid nicht gelesen hatte. Wer durch das Zelt durch war, erkannte sofort eine Reichsfahne, die ein Bürger aus Solidarität aus dem Fenster gehangen hatte. Für diese mutige Aktion erntete der Mann einen kleinen Applaus. Nach nur 3 Stunden Verspätung (da musste Hildesheim uns halt ein wenig länger aushalten), ging es dann endlich los, obwohl noch eine Gruppe von über 100 Kameraden auf dem Weg war und durch weitere Schikanen der Polizei aufgehalten wurden. Während der Anfangsredebeiträge ging die Behörde mit einem Dezibelmesser herum, um zu prüfen, ob der zugelassene Wert auch nicht überschritten wurde. Eine solche Auflage gibt es wohl nur beim Nationalen Widerstand und sucht in ihrer Lächerlichkeit ihres Gleichen. Aber auch für diese Schikane wurden Lösungen gefunden. Schon zu Anfang des Marsches durch das “Migrantenviertel” von Hildesheim, wurden mehrere schwarz/weiß/rote und schwarz/rot/goldene Fahnen zu unserer Begrüßung aus den Fenstern gehängt, später folgten dann noch selbst gemachte Transparente und ein älterer Mann streckte uns aus dem Fenster sogar seinen Arm entgegen, was einem heute nicht mehr legalen Gruß glich. Alles Gesten der Hoffnung auf die Befreiung vom multikulturellen Wahn, durch die Nationale Bewegung. Wir fühlten uns dadurch sehr geehrt. Die Zwischenkundgebung bot verschiedene Redebeiträge u.a. von Axel Reitz und Christian Worch, die sich mit Überfremdung, sozialer Ungerechtigkeit und Gesellschaftskritik befassten. Anschließend wurden dutzende schwarze, weiße und rote Luftballons, an denen Karten mit wichtigen Daten des Tages der Deutschen Zukunft befestigt waren, in die Luft gelassen und traten ihre Reise an. Danach gab es eine kleine Pause in der man eine kleine Gruppe Rotfaschisten, die unter den rhetorischen Peitschen ihrer kapitalistischen Herren angetreten waren, um den Marsch zu blockieren, bewundern konnte. Hauptsächlich drängten sich hinter dem Absperrgitter keifende Flintenweiber, deren verzweifeltes Gegeifer vorher gar nicht wahrgenommen wurde. Alternativ war noch die Pferdestaffel der Polizei zu begucken, deren Exkremente zum Teil die Straßen zierten. Alles in allem recht amüsant.

Auf dem Rückmarsch stießen die verbliebenen Kameraden zu uns und es wurde beschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen, um eine weitere Zwischenkundgebung abzuhalten. Nebenbei gab es Würstchen und Getränke.

Auf dem Rückweg gab es lediglich eine Unannehmlichkeit. Auf dem Hauptbahnhof griff eine Gruppe Rotfaschisten einen älteren Kameraden an und drehte ihm den Arm auf den Rücken. Gerüchten zu Folge handelte es sich hier um eine Gruppe “Linker Handballhooligans” aus Flensburg. Zu ihrem Pech war der Kamerad, nicht wie sie anfangs meinten allein, sondern eine Gruppe unsererseits kam ihm zu Hilfe. So zogen es die tapferen “Handballhooligans” dann doch vor, unter Polizeischutz in das letzte Abteil unseres Zuges zu steigen und sich dort bewachen zu lassen. Der Einsatzleiter der Polizeitruppe hatte die Situation voll im Griff und man kann ihm nur Dank für seine Kompetenz aussprechen.

So war der Tag der Deutschen Zukunft geschafft. Es wurde ein makelloses Zeichen gegen Überfremdung, Rassismus, Faschismus und gegen ein unsoziales System gesetzt. Friedlich, diszipliniert und erfolgreich! Auch der Hass, der von den Gegnern dieser Initiative entgegengebracht wurde, musste dem gerechten Zorn der Bewegung weichen. Deutlich merkte man die Hilflosigkeit, sei es durch verzweifelte und lächerliche Schikanen des Systems oder durch sinnlose Provokationen seiner Knechte.

Wir sind auf dem Vormarsch und dürfen uns jetzt nicht auf so einem Erfolg ausruhen, sondern müssen noch energischer und aktiver unseren Widerstand zeigen.

Vielen Dank gilt Dieter Riefling und seiner Kameradschaft für die wunderbare Mobilisierungsarbeit, Improvisation und Durchführung dieser Aktion!


Gez. Cesar

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