05.02.2015


Feuersturm von Magdeburg am 16.01.1945



„Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.“

-Bertrand Russell-

 

 

Während des 2. Weltkrieges wurden über die Stadt Magdeburg, von der US amerikanischen- und der britischen Luftwaffe, insgesamt 31 größere Luftangriffe geflogen. Dabei waren einige dieser Angriffe besonders schwer und verlustreich. Die schlimmsten Luftangriffe auf die mitteldeutsche Elbstadt fanden jedoch am 16.01.1945 statt:  

Gegen 11 Uhr flogen 200 Maschinen der 8. US-Flotte über Magdeburg. Industriegelände und umgehende Wohngebiete wurden bombardiert. Dabei kam es im Norden und Süden der Stadt zu großen Bränden. Viele der erschöpften und ausgemergelten Bewohner Magdeburgs dachten, dass sie mit den Mittagsbomben die Angriffswelle- zumindest für diesen Tag- hinter sich hatten und dementsprechend sorgte sich kaum jemand um den kommenden Abend. Ein fataler Trugschluss wie sich später rausstellte.  

Noch am selben Abend des 16. Januars flogen, aus verschiedenen Richtungen kommend, 371 Maschinen der Royal-Air-Force ihren großangelegten Luftangriff über Magdeburg. Als um 21.28 Uhr die Luftschutzsirenen ertönten, detonierten bereits die ersten Bomben. Anschließend wurde die Stadt mit Luftminen, Brand- und Sprengbomben überschüttet. Der gefürchtete Feuersturm wütete über die Stadt und erfasste Flüchtende, Gebäude, Bäume und selbst der Asphalt brannte. Die Altstadt, die Nordfront sowie Teile der Neustadt glichen einem einzigen Flammenmeer. Durch die bis zu 800 Grad heiße Luft, die viele Meter in die Höhe gewirbelt wurde, entstand am Boden ein Sog in Orkanstärke, der viele weitere Menschen in den riesigen Brandherd hinein riss. Allein an diesem Tag ließen 16.000 Bewohner der Elbstadt ihr Leben. Neben den vielen Todesopfern gab es zusätzlich noch 11.500 Verletzte. 190.000 Magdeburger verloren ihre Behausung. 90 Prozent der Innenstadt wurde zerstört. Magdeburg zählte einst zu den schönsten Barockstädten Deutschlands. Von den einzigartigen Barockhäusern überstanden jedoch nur wenige das Inferno. Viele kulturhistorische Bauten wurden komplett zerstört. 

 Doch das Leiden war mit jenem Tag noch nicht beendet. Zwischen dem 17. Januar und dem 17.April 1945 fiel die Stadt noch 14 weiteren Luftangriffen durch die alliierten Streitkräfte zum Opfer.  

Sowie die vielen Angriffe auf andere deutsche Städte, stellten auch die Angriffe auf Magdeburg keine Notwendigkeit dar. Vielmehr dienten sie dem Kalkül alliierter Kriegslust. Mit der Ausweitung des Krieges auf ein Nicht-Kampfgebiet und der bewussten Inkaufnahme ziviler Opfer, wurde ganz klar gegen geltendes Kriegsrecht verstoßen. Die unzähligen zivilen Toten sind der Beweis einer skrupellosen und feigen Kriegsführung der Alliierten.  

 

Freitag den 16.01.2015 jährte sich die Bombardierung auf die einstige 330.000 Bewohner zählende Stadt zum 70. mal. Damit eine ehrenvolle Gedächtniskultur der Toten unseres Volkes erhalten bleibt, richtet die "Initiative gegen das Vergessen" jedes Jahr in den betroffenen Städten ihre eigenen Gedenkveranstaltungen aus. Diese Initiative lehnt sich entschieden gegen den Zeitgeist des Systems, der den ewigen Schuldkult verkörpert. Als eine der am stärksten betroffenen Stadt wird auch in Magdeburg anlässlich des alliierten Bombenterrors jährlich eine würdige Gedenkveranstaltung errichtet. So kamen z.B. letztes Jahr über 1000 frei denkende Menschen in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts um den Opfern der flächendeckenden Bombardements zu gedenken. Eine so hohe Teilnehmerzahl wurde dieses Jahr leider nicht erreicht, was aber u.a. daran lag, dass die diesjährige Veranstaltung direkt am 16.01. erfolgte, statt wie sonst üblich, auf den folgenden Sonnabend.

 

Ein interner Treffpunkt wurde auch erst am späten Nachmittag organisiert um eine blockierte Zusammenkunft zu verhindern. Trotz dieser Umstände versammelten sich dennoch über 350 Menschen um den diesjährigen Gedenkmarsch, beizuwohnen. Im Fackelschein setzte sich die Marschformation Richtung Stadt in Bewegung. Die dezimierte Teilnehmerzahl ließ den Marsch dabei nicht weniger würdig erscheinen. Den üblichen Deutschfeindlichen- sowie der Toten verunglimpfenden Parolen, seitens linker Provokateure wurde keine Beachtung geschenkt.

 

Diszipliniert, leuchtend und still wurde der Marsch fortgesetzt. Bis zum Ende verlief dieser, bis auf die akustischen Randerscheinungen, störungsfrei. Vom dem groß angekündigten "antifaschistischen Widerstand" war an diesem Abend jedenfalls nichts zu merken. Stattdessen beschützten die sogenannten Antifaschisten eine in Magdeburg befindliche Asylunterkunft. Wovor diese nun geschützt werden musste, wissen wohl nicht einmal die "Beschützer" selbst.

 

Somit wurde der Gedenkmarsch seinen Erwartungen gerecht und ist auch im Jahr 2015 als Erfolg zu werten.

 

In Zukunft wird es weiterhin in den betroffenen Städten Veranstaltungen geben, die ein Ruf für die Gerechtigkeit der Toten unseres Volkes sind, welche durch den alliierten Bombenterror ums Leben kamen. Ein würdiges Gedenken und die Pflege einer deutschen Gedächtniskultur sind unerlässlich um souverän, frei, selbstbewusst und ohne Fremdbestimmung in die Zukunft zu gehen.

 

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