14.06.2012


Hurra EM! Die Deutschen und ihr Fußball

Dass sie in Kürze durch den ESM Vertrag ihre finanzpolitische Souveränität verlieren ist ihnen ebenso gleichgültig wie die Tatsache, dass sie seit Jahrzehnten niemals für sich selbst entscheiden konnten. Trotzdem haben sie Grund zum Jubeln. Die EM ist da und überall hört man wieder ein Wort welches man sonst hierzulande fast nie hört: Deutschland

Lallend und grölend ziehen Blöcke konzentrierter Stumpfsinnigkeit, ohne Rücksicht auf die verhassten Nicht – Fußballinteressenten, durch die hiesigen Straßen und laben sich an ihrer eigenen geistigen Umnachtung. Sie bejubeln Menschen für die sie nichts weiter sind als hüpfende Eurozeichen: Menschen die für viel Geld aufgeblasene Lederstücke in Netze treten. Der einfältige Pöbel, welcher sich „Fans“ nennt würde auch einem Hund, der sein Stöckchen apportiert mit derartigem Applaus preisen, wenn die Massenmedien es darauf anlegen würden, denn sie bestimmen das Tun, dieses manipulativen, zusammengeschmolzenen Sudes aus visueller Inkompetenz und Konsumgeilheit.

Doch wem nützt diese Einfältigkeit? Wer gewinnt hierdurch einen Vorteil?

Die Antwort wie immer simpel: So ziemlich jede Instanz die Deutschland und den Deutschen Schaden zufügt. Das System der Plutokratie wünscht sich nichts sehnlicher als derart identitätslose Geschöpfe und ihr Desinteresse für das was sich in dieser Welt an wichtigen Dingen tut. Die „Fans“ sind nämlich jene, die hierzulande für das Bruttosozialprodukt sorgen, jene die an der Basis arbeiten, sie sind diejenigen welche die Wirtschaft durch Produktion und Konsum am Leben erhalten: Die Deutschen … oder zumindest das was von ihnen übrig ist. Und die Deutschen als solche haben eigentlich keinen Grund zum Jubeln und außerhalb der künstlichen Fußballwelt tun sie es auch nicht. Sie sind unzufrieden aufgrund ihrer politischen Situation, unzufrieden mit dem System… und, die EM zeigt es, voller Energie. Wo würde diese Energie landen wenn man sie nicht zugunsten des Systems in die Fußballstadien lenken würde? Wenn man ihnen nicht die zweifelhafte Befriedigung eines geschossenen Tores bescheren würde?

Das System ist zweifelsohne genial. Es schafft tatsächlich jene Energie, die eigentlich gegen es selbst gerichtet ist zu seinem eigenen Vorteil umzuleiten und in hemmungslosen Konsum umzuwandeln. Doch es wird noch besser: Es schafft nicht nur umzuleiten und umzuwandeln, sondern auch dazu dieses Fehlverhalten auch noch zu verherrlichen. Der „Fußballfan“ zelebriert jene Geisteshaltung, welche Deutschland und Europa verdorben hat, sie in den Ruin treiben und ihm das letzte Hemd nehmen wird. Mit Jubel, Trubel, Heiterkeit in den eigenen Untergang; was für ein Coup.

Doch noch viel fataler ist die Mentalität, die durch diese Manipulation entsteht, nämlich die ,vom System, gewünschte Sklavenmentalität: Der Fan Mob ist anscheinend manipulativer als jede andere Menschenmasse und komplett durch die Massenmedien kontrolliert. Soll er Holländer hassen – hasst er Holländer, soll er jubeln und krakeelen – jubelt und krakeelt er, völlig unabhängig von der Realität. Normalerweise wird das Belästigen Uninteressierter als negativ und aufdringlich empfunden, doch die Massenmedien sagen, dass man sich für den Fußball interessieren muss – also legt der Fußballfan seine Werte und Normen ab und belästigt seinen Nachbarn. Er würde auch noch schlimmeres tun, würden seine Götter ihm das eingeben. Die Menschen legen ihr eigenes Urteilsvermögen ab, zugunsten ordinärer Unterhaltung; besser kann es für ein intrigantes System gar nicht laufen…

Doch nicht nur die Plutokratie, sondern auch die Massenmedien und die Großindustrie profitieren von diesem abscheulichen Spektakel der Unkultur. Nicht nur dass Tore, welche bereits im Fernsehen bewundert werden sich besonders gut im bildlichen Format in Form von Käseblättern verkaufen lassen, werben die Idole der Einfältigen auch fleißig und viel für Produkte des Massenkonsums, egal ob für die BILD-Zeitung, Ferrero, Müllermilch, Nivea oder anderen Tand. Für Geld tut Mensch hierzulande bekanntlich alles. Fanartikel wie sinnfreie Tröten mit denen man die Ungläubigen in den Nervenzusammenbruch treiben kann, billige Fähnchen mit denen man zweifelsfrei beweisen kann wovon man keine Ahnung hat oder schädliche Fressalien in den Farben des jeweiligen Götzen verpackt. Es wird alles gekauft und der Rubel rollt, nicht beim Bundesbürger, wohl aber bei jenem der als Parasit in seinem Genick klebt. Dieser ganze multikulturelle Zirkus steht nicht für eine Nation, nicht für ein oder mehrere Völker oder gar Völkerverständigung, nicht für Sport oder körperliche Ertüchtigung, sondern nur für eines, nämlich der Tatsache, dass alles verkäuflich ist: Das Nationalsymbol, Anstand und Ordnung, Werte und Normen, Fußballspieler und das Volk selbst; alles wird hier zu Markte getragen. Patriotismus? Nichts liegt ferner, denn der Patriot liebt sein Volk und seine Heimat und gibt es aus diesem Grunde nicht zum Verkauf frei, wie es der Konsumpatriot macht. Dem ehrlichen Patriot dreht sich bei diesem Tumult der Magen um und er schaltet den Fernseher aus, wenn er sieht wie Volk und Heimat als vulgäre Attraktion vorgeführt werden.

Es ist egal ob man hier von Bundesliga, Europa – oder Weltmeisterschaft spricht. Der Fußball, nicht als Sport, sondern als Event (denn wie viele von den „Fans“ spielen ernsthaft Fußball, dass ein Interesse für den Fußball des anderen gerechtfertigt wäre) wird seit Dekaden benutzt um das Volk abzulenken, gezielt zu verblöden und ihm die kapitalistische Wertordnung schmackhaft zu machen. Und es funktioniert, wie uns Millionen Bundesrepublikaner derzeit beweisen. Kapitalismus ist Geil, sogar schwarz – rot – geil.

Also feiert weiter euren Götzen und geht mit ihm unter…

… oder lebt nach der Losung „Patriotismus statt Fußballfieber!“

 


 Gez. Hannibals
Hannibal@jugendpinneberg.de

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