27.11.2010

Buchtipp:

Der letzte Akt

(Richard Melisch)


Richard Melisch wurde 1934 als Sohn eines Offiziers der kaiserlich königlichen Armee und einer Französin aus Paris in Paris geboren. Sein Vater wurde vor dem 2. Weltkrieg in Frankreich unter Spionageverdacht (als Deutscher in Frankreich zur damaligen Zeit nicht unüblich), verhaftet und beim Einmarsch der Wehrmacht durch diese befreit. Mit 11 Jahren kam Melisch zum Jungvolk. Nach dem Zerfall des 3. Reichs kam Richard Melisch in die Steiermark. Nach seinem Abitur lebte Melisch 3 Jahre in Kanada. Später stieg er beruflich bei der Fluggesellschaft AUA ein und wird mit 28 Jahren als Direktor der AUA für 28 islamische Länder nach Beirut/Libanon entsendet. Später arbeitete er als Vetreter einiger deutscher Firmen in der Bauindustrie in Saudi Arabien, Kuwait und Dubai. Durch seine Erfahrungen mit den einfachen Menschen sowie den Entscheidungsträgern der islamischen Ländern, konnte er sich ein Bild über die Enstehungsgeschichte, Entwicklung sowie Zukunft des Nahostkonfliktes machen, und in Folge dessen sein Buch „Pulverfass Nahost“ veröffentlichen. 2007 erschien im Verlag Grabert - Hohenrain sein Buch „Der Letzte Akt“.

Das Buch handelt von der Globalisierung, „von der Kriegserklärung der Globalisierer an die Völker“. Die Globalisierer sind keineswegs Befürworter der sozialen Gerechtigkeit, oder der Beibehaltung nationaler Identitäten. Die Macher der Globalisierung wollen auch keine Werte- und traditionsvolle Weltmacht wie etwa das Römisches Reich erschaffen, sondern schlichtweg einen weltumspannenden Wirtschaftsmarkt ohne Grenzen. „Gibt es irgendwann keine Grenzen mehr, so müssen diese auch nicht mehr verteidigt werden und es entfallen alle nationalen und territorialen Sonderinteressen, und verschwinden alle über jahrtausende natürlich gewachsende kulurelle, religiösen und sittlichen Wertevorstellungen im großen Brei der gleichgeschalteten einen Welt.“ So Melisch in seinem Buch. „Wo es keine Werte und Sitten mehr gibt, ist alles nur noch eine Ware. Und Ware hat bekanntlich seinen Preis, und was einen Preis hat ist verkäuflich.“ Der Publizist Melisch erklärt, das die Globalisierung keineswegs eine Naturkatastrophe wie z.B .der Einschlag eines Meteoriten ist, sondern ein mit aller Macht durgesetztes Profitinteresse einer verschwindenden Minderheit auf dieser Welt.

Melisch schreibt über die Selbstsicherheit von Rumsfeldberater und Chefstrategen Thomas Barnett, der zumindest in englischer Sprache aber nicht übersetzter Version, ein Buch veröffentlichte, indem er erklärt wie die übermächtige Allianz von Pentagon und Wall Street zustande kam. Die Umwandlung der moralischen 10 Gebote in die 4 Gebote der Globalisierung werden von Richard Melisch aufzitiert . So lautet z.B. das 1. Gebot (verkürzte Version): In der endgültigen Globalisierung wird kein Nationalstaat, keine Regierung das Strömen der Menschenmassen in oder aus einem Land verhindern können. Das 2. Gebot lautet verkürzt: In der globalisierten einen Welt werden keine Nationalstaaten mehr über ihre eigenen Rohstoffe und Naturreserven verfügen dürfen. Diese werden von den Globalisierern privatisiert, globalisiert und dann profitorientiert vermarktet.

Die Globalisierer rechnen fest mit dem Widerstand der „Schurkenstaaten“ und werden alles dransetzen um diesen zu brechen. Kriege sind da ein nur allzu bewährtes Mittel. Die Globalisierer sind sich sicher kurz vor ihrem Endziel zu stehen, doch der Widerstand der Völker und derer nationalbewussten Führungspersönlichkeiten wächst.

Gez. Spence

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