18.03.2010

Die Grenze - Die neue Form des billigen Populismus

Gestern und vorgestern konnten sich die Zuschauer auf Sat 1 den neuen ,staatlich geförderten, Zweiteiler “die Grenze” zu Gemüte führen. Eine ausführliche Kritik dieses Machwerkes würde den Rahmen eines kleinen Berichtes sprengen, deshalb wird sie in aller Kürze ausgeführt. Der Film handelt im Jahre 2010; böse Al Quaida Terroristen sprengen Ölraffinerien in die Luft, wodurch die Benzinkosten drastisch ansteigen und das System der BRD ins wanken gerät. Die Protagonisten sind uneigennützige, heldenhafte und bildschöne Verfassungsschützerinnen, heroische Kommunisten, um das Volk bemühte etablierte Politiker und diabolische, steinreiche, weißgekleidete und Eminem hörende Supernazis, die noch dazu in einem futuristischen Superbunker hausen. Zu allem Überfluss kommt noch eine unabhängige, sozialistische Republik Mecklenburg Vorpommern dazu… All das vereint zu einem unschlüssigen, langweiligen und schwer zu verdauendem Plot.

Dem Realismus zugetane Geister werden sich diesen Film lächelnd angesehen haben, während Geister schlichteren Gemüts sehr wahrscheinlich schlechte Träume von schwer bewaffneten NPD Sicherheitskräften, DVU Helikoptern und vielleicht 10 Meter hohen Rudolf Heß Cyborgs bekommen haben. Die Botschaft des Film war recht eindeutig; Rechts = von Grund auf Böse, Links = berechenbare Opposition, Etablierte Politik = Nicht Schuld an der Krise/ Immer um das Volk bemüht, Terroristen = Schuld an der Krise. Also das was man halt aus etablierten Medien kennt. Der Unterschied ist nur, wie offen dieser Populismus zur Schau getragen wird und wie einfach er verpackt wird. Um den Film mal zu zitieren “Ideen sind den Menschen scheißegal, worauf es ankommt ist die Verpackung.” Es ist anzunehmen dass die Macher des Films nach dieser “Weisheit” Regie geführt haben und ihre Zuschauer für ausgesprochen minderbemittelt halten.

Doch hiermit war es nicht genug, denn auf die beiden Filme folgte eine so genannte Dokumentation über das übliche Thema “Rechtsextremismus” und dazu noch ein inhaltsloser Palavereinsatz von Johannes B. Kerner. Aber auch hierzu ein paar Worte.

Die so genannte Dokumentation “Die Grenze - Eine Gefahr für Deutschland” unterscheidet sich doch schon sehr im Grad des Billigjournalismus von ihren Vorgängern. Einem aufmerksamen Zuschauer sollte während des Anschauens schon klar werden, warum diese Art von Journalismus im nationalen Lager so unbeliebt ist, was zu Anfang des Films als sehr verwundernswert dargestellt wird. Dazu kommen natürlichen die leicht zu entdeckenden Widersprüche. Z.B. Wird bei einer Sonnenwendfeier von den Machern behauptet dass hier Kameras unerwünscht wären, dennoch wird ein Bild und ein Interview gezeigt. Womit wurde das denn aufgenommen? Von Redebeiträgen werden nur interpretierbare Fetzen in gewohnter Manier gezeigt. Selbstverständlich kommen auch unbekannte, vermummte Aussteigerkader der “rechten Szene” (die mit Informationen heraus kommen, die kein anderer Aktivist kennt) und die linksextremistische Populistin Andrea Röpke zu Wort, die sich mal wieder echauffiert, dass zuwenig auf das Thema Rechtsextremismus eingegangen wird. Ein möglicher Grund dafür ist vielleicht Geldmangel, denn Frau Röpke verdient ja sehr gut am Rechtsextremismus, dieser hilft ihr quasi durch die Krise. Würde es den Selben nicht geben, würde sie vielleicht auch auf Hartz 4 angewiesen sein, wie viele ihrer Genossen. Also wäre doch mal ein Dankeschön angebracht, Frau Röpke…?

Natürlich wurde wieder geplärrt, dass die “bösen Rechten” ja nicht mehr so aussehen, dass man sie als solche erkennt - nun, auch konspirative Arbeit wird zum Objekt der Abneigung. Im Klartext heißt das soviel wie: “War das schön als Nazis noch Glatze hatten und Ausländer raus gebrüllt haben.” Jetzt besteht die Gefahr, man könnte unverhofft auf einen Nationalen treffen, ihn als solchen nicht erkennen und durch sein sympathisches, offenes Auftreten bringt er das simple Weltbild völlig aus der Fassung. Ein Albtraum für jeden angepassten Kleingeist. Das besondere an diesem Machwerk war die komplette Entmenschlichung der nationalen Aktivisten. Waren sie zuvor nur Menschen (aber immerhin Menschen), die fehlgeleitet waren, so sind sie jetzt Kreaturen aus dem Schlund der Hölle entstiegen um die Menschheit zu geißeln. Von rassisch bestimmten, völkisch - nationalen , antidemokratischen Staaten ist die Rede. Die rechtsradikale Szene bestimmt mittlerweile schon. wie viele Kinder ein Mensch bekommen darf oder muss. Fazit des Beitrages: Nationale müssen um jeden Preis gestoppt werden…

In der Quasselrunde bei Kerner ist nur der übergewichtige Märchenonkel zu erwähnen, der den Zuschauern weismachen wollte, er hätte eine bisher nicht bekannte paramilitärische Gruppe gegründet um Anschläge in der BRD zu verüben, eine ganze indische Familie zusammengeschlagen und dann im Gefängnis von zwei heldenhaften türkischen Strafgefangenen vor einer wild gewordenen Meute Naziskins gerettet wurde. Den Wahrscheinlichkeitsgehalt solcher Geschichten sollte jeder für sich selbst erörtern. Alternativ könnte man auch darüber nachdenken ob die Sendungen “Zwei bei Kalwass” und “Richterin Barbara Salesch” der Realität entsprechen…

Fakt ist, die Propaganda gegen das braune Schreckgespenst wird immer billiger und anspruchsloser. Diese drei filmischen Beiträge sind offensichtlich für die dümmsten der Dummen gemacht, denn einem objektiven Beobachter wird die Polemik der Selben nicht entgehen. Normalerweise sollte die Nationale Opposition den Machern dieser Propaganda dankbar sein; sie sind ganz im Geiste dieser Zeit und dieses Systems Niveau - und anspruchslos. Sie stilisieren die nationale Bewegung zu einem Mythos - zu einer straff organisierten, versteckten Parallelgesellschaft, die in der Lage ist, den “demokratischen Rechtsstaat” zu stürzen…..

Vielleicht ist es hier angebracht an die menschliche Vernunft zu appellieren.

Gez. Hannibal

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