23.02.2010

Erlebnisbericht der/des tapferen AntifaschistIn Klaus

Klaus ist einE im Kreis Pinneberg lebendeR AntifaschistIn, die/der aufmerksam die Aktivitäten der dortigen Neonaziszene beobachtet und seine/ihre erlangten Informationen sorgfältig auswertet. Da Klaus politische Aktivitäten so vielfältig sind, hat er nie einen Beruf erlernt. Sie/Er hat auch keine Zeit um zu arbeiten, denn die Neonaziszene schläft nie und Klaus muss immer wachsam sein, damit ihm nicht eine Information entgeht. Andere Tätigkeiten kennt Klaus nicht.

Doch lassen wir Klaus selbst zu Wort kommen, hier sind Ausschnitte aus ihrer/seiner Arbeit.

Bericht 106

Hab heute zwei brutale Neonazis beim Einkaufen beobachtet. Getrieben von ihrem hitlerfaschistischen Wahn kauften sie Würstchen (natürlich Deutschländer), Nutella (brauner Aufstrich mit schwarz weiß rotem Etikett), Weißbrot (als Zeichen der Überlegenheit der weißen Rasse), weiße Schokolade (als Symbol für White Power, also eine neorassistische Grundhaltung ist anzunehmen), dazu Waschmittel (der weiße Riese - was auch sonst) und zu guter Letzt Brownies in Anlehnung an die Braunhemden der SA.
Da ich ein schlauer Fuchs bin zeichnete ich diese neonazistischen Aktivitäten mit meiner Digitalkamera, die ich zu Weihnachten bekommen habe, auf. Nachdem ich mich vergewissert habe, dass die NeofaschistInnen sich mit ihrem bewusst nicht rotem, dafür nazigrauen VOLKSwagen, mit dem Kennzeichen PI XL 134 (PI = rückwärts gelesen IP in Public also IM VOLK, X als abgewandeltes Hakenkreuz ohne Haken, L enthält einen RECHTEN Winkel, 1+3+4 = 8 also Heil !) weggefahren waren informierte ich die/den FilialleiterIn über die menschenverachtenden Einkäufe. DieseR behauptete er hätte keine Zeit sich um so einen “Unsinn” zu kümmern und sagte dann noch ich sollte etwas einkaufen oder hingehen “wo der Pfeffer wächst.” Diese Äußerung kam mir sehr verdächtig vor: Das Land wo der Pfeffer wächst = Madagaskar in Anlehnung an den Madagaskarplan des Superultrafaschisten Adolf Hitler. Nun begriff ich, dass dieser Laden diese Produkte mit voller Absicht verkaufte. Das heißt, dieser Laden schwimmt bereits ganz tief im braunen Sumpf!
Ich beschloss zu den Kühen/Bullen zu gehen um diesen Laden anzuzeigen. Doch wie ich es mir dachte behaupteten diese, dass das Verkaufen solcher Produkte an solche Kunden völlig legal wäre! Typisch Nazis, verstecken sich immer hinter Gesetzen! Als ich bei der Polizei auf die Toilette ging begriff ich, was hier los war! Die Toiletten waren sexistisch getrennt! Auf der einen Tür war eine Figur mit einem Kleid und Zöpfen abgebildet. Für mich war klar was das bedeutete, eine Toilettenkarikatur nach dem nationalsozialistischem Frauenbild, mit Kleid und Zöpfen gestaltet. Zu allem Überfluss fand ich, nachdem ich jede der Toiletten gründlich nach Hinweisen abtastete, eine undefinierbare BRAUNE Substanz. Somit war es bewiesen, auch die Polizei ist von den NeofaschistInnen unterminiert worden.
Die örtliche Zeitung (die Belegschaft enthielt weder eineN SchwarzeN, noch eineN RabbinerIn, lediglich eineN ChineseIn - wir müssen also von einer rassistisch chauvinistisch antisemitischen Grundhaltung ausgehen) wollte meine Recherchen nicht drucken, mit der fadenscheinigen Begründung “das würde niemanden interessieren”. Als ich ein Blick auf die ALTDEUTSCHE Überschrift der Zeitung sah, wusste ich wo ich gelandet war. Auch die örtliche Zeitung ist von der braunen Brut geschluckt worden!
So wurde mir bewusst, dass ich allein gegen diese faschistoide Welt stand. Doch ich gab nicht auf und schrieb ein Flugblatt mit meinen Recherchen um die BürgerInnen über die Umtriebe in ihrer Stadt aufzuklären. Doch sie waren zu dumm (typisch für das rassistische deutsche Bürgertum) mein Flugblatt zu kapieren! Als ich sie dann mit den Worten “ihr Rassistenpack!”, “Faschistenschweine!” zu bekehren versuchte, wurde ich von der Fascholizei fest genommen und an einen Ort gebracht, an dem man mich endlich ernst nahm. Doktor Seelenklempner hört sich jede meiner Theorien an und sagt, er versucht für meine Probleme eine Lösung zu finden! Endlich ist jemand auf meiner Seite, also Nazis… nehmt euch in Acht!

Gez. Klaus - AntifaPinneberg

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