22.06.2010

Neues von Antifaschist Klaus : Klaus hatte einen Traum

Klaus, der enthusiastische Pinneberger Antifaschist hat neben seiner ganzen politischen Arbeit, um die faschistische Gefahr aufzuhalten, wenig Zeit zu schlafen. Doch wenn er es tut, dann aber richtig tief und fest. Vor kurzem hatte er ein sehr intensives Traumerlebnis, welches er uns mitteilen möchte.

 
Bericht 206:

Man war das ein Traum. Ich habe von der Freiheit geträumt. Von der Freiheit aller Menschen! Alle Menschen waren frei, weil die Faschisten besiegt und hinter Gitter waren. Kein Mensch war illegal, denn die illegalen Menschen waren alle verboten und eingesperrt. Die Antifaschistische Bewegung hatte durch einen tapferen, zumeist unblutigen, bewaffneten Putsch die Herrschaft über die Welt übernommen. Unter der Losung : Keine Macht für niemand (… oder war es alle Macht für jeden! Weiß nicht mehr so genau) sperrten wir alle Freiheitsgegner wie z.B. Faschisten, Polizisten, Soldaten, Kapitalisten, Wohlhabende, Personalchefs, Nicht-Antifaschisten usw. ein. Somit waren alle Menschen frei! Ich war Aufseher in einer Fascho-Moyzelle, das war so eine Art Internierungslager für Faschisten, nur natürlich viel humaner, denn statt braunen oder schwarzen Uniformen trugen wir bunte Hippieklamotten. Und auch die faschistischen Häftlinge trugen keine Lageruniform mit Nummer, sondern einen bunten Sack mit Kennzeichen. Ich habe sie zur Arbeit und Abstrafung eingeteilt. Die Abstrafung hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte selbst entscheiden, wen ich warum mit meinem antifaschistischen Friedenstock friedlich prügelte. Ha, ha, jetzt konnten diese Unterm… ähh Faschisten mal sehen wie schön es ist keine Macht zu haben. So schön ist eine Welt, wenn keine Menschen keine Macht über niemanden haben. Wir haben ihnen dann auch ihr Fehlverhalten eingebläut und ihnen beigebracht, dass kein Mensch jemals Macht über einen anderen Menschen haben darf und dass kein Mensch (außer sie natürlich) illegal ist. Vielleicht wären sie dann irgendwann frei von jedem Dogma gewesen, so wie wir Antifaschisten. Unser Moyzellenchef, der eigentlich kein Chef war, sondern nur jemand der bestimmt hatte was richtig und falsch ist, hatte verkündet:” Wer diese Regenbogenfriedensfahne antastet, Genossen, der muss gnadenlos zusammengeschlagen werden.” Dieser freien Meinungsäußerung folgten wir all zu gerne und freiwillig. Gut hätten wir es nicht gemacht, wären wir wohl als Faschisten angeklagt worden, aber dann hätten wir die Strafe auch verdient! Schließlich verdienen Unterm… ähh Faschisten die Höchststrafe.
Dann gab es da noch ein anderes Land, weiß nicht mehr wie das hieß, das wollte irgendwie nicht mitmachen, die erzählten irgendwas von Selbstbestimmung oder so was ähnlichem. Da nahmen wir unsere Gewehre und Panzer und fuhren in das Land und befreiten die Menschen in unsere Fascho-Moyzellen. Die Waffen hatten wir eigentlich nur zum Selbstschutz vor beratungsresistenten Individuen, ansonsten hatten wir alle anderen abgerüstet. Die Bewohner des Landes fanden das nicht gut in unseren Fascho-Moyzellen, aber sie waren auch keine Linksintellektuellen wie wir, die das begreifen konnten. Und so benutzten wir unsere antifaschistischen Friedensstöcke, um ihnen das auf einigermaßen friedliche Weise beizubringen.
Da sagte einer der Häftli… äh Moyzellenbewohner : “Ihr seid doch die wahren Faschisten!” Da bin ich aufgewacht. Was für ein herrlicher Traum, vielleicht wird er ja irgendwann für die Menschheit wahr und sie können sich an der Weisheit des Antifaschismus laben.

Nur den Schluss habe ich nicht ganz verstanden…

Gez. Klaus - Antifa Pinneberg

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