29.11.2010


Neue Heldentaten von Antifaschist Klaus

Die letzten Monate ist Klaus nicht untätig geblieben. Er ist immer wachsam und bereit, faschistische Strukturen aufzudecken und zu bekämpfen. Klaus hat nämlich keinen anderen Lebensinhalt.

Bericht 306

Dieses Wochenende war wirklich anstrengend, aber erfolgreich. Am Freitag Morgen nach dem Aufstehen um 15 Uhr machte ich meinen täglichen antifaschistischen Inspektionsgang durch den Wald. Schon nach 500 Metern sah ich einen/eine AufkleberIn von der neofaschistischen NPP auf einem Papierkorb. Mein Gesicht verfärbte sich vor Wut ganz rot, ich stieß einen antifaschistischen Schrei aus und ging auf den FaschistenInnen-Papierkorb los, kratzte in voller Ekstase den/die schrecklichen bereits vergammelten AufkleberIn herunter, zerfetzte ihn in viele kleine Schnipsel, sprang ein paar mal darauf herum und spuckte zu guter Letzt ein paar mal in den Schnipselhaufen. Stolz setzte ich meinen Inspektionsgang fort. Diesen gewaltigen antifaschistischen Schlag wird die NPP sicher nicht so schnell vergessen können.
Doch schon 5oo Meter weiter sah ich die nächste Bedrohung für das antifaschistische Seelenheil der Gesellschaft. Eine Gruppe MenschInnen mit KinderInnen saß an einem Grillplatz und grillte dort. Kein Veggie - Grillen… NEIN! Grillen mit Fleisch! Meine antifaschistische Wut packte mich wieder und ich ging auf diese Carnivor-FaschistInnen los, trat den Grill um, schleuderte die Soßen und den Salat in den Wald und das Fleisch und die Würstchen in den Dreck. Doch diese alten Leute überwältigten mich, bezeichneten mich als “vom wilden Watz gebissen” und nahmen mir meine letzten 20 Euro aus meinem geliebten Brustbeutel mit dem großen K drauf (für Klaus) weg. Angeblich, um dafür weitere Fleischfresserutensilien zu kaufen. Tja, ein paar Blessuren habe ich davon getragen aber dafür der Tierwelt einen großen Dienst erwiesen und der FleischfresserfaschistInnenszene einen harten Schlag versetzt. Alles in allem eine gelungene Aktion.
Aber der Tag war noch nicht vorbei, denn das Bundeswehrgelöbnis war für diesen Freitag angesetzt und was wäre ich für einE AntifaschistIn wenn ich diesen militant, militaristischen Militarismus hinnehmen würde? Also schnappte ich mir meinE MegaphonIn um die MilitaristInnen zu beschimpfen. Ich war nicht der/die einzige WiderständlerIn dort. Ein gewaltiges Bündnis aus drei Grünen und einem langhaarigem, langbärtigen Mann ohne Hose, der einen Tanz aufführte, zeigte ebenfalls Flagge! “Mörderbande”, “FaschistInnen” und “Nazis raus!” waren unsere kreativen ParolenInnen. Die MilitaristInnen taten so, als würden sie uns nicht hören. Das taten sie aber, denn einige von ihnen lachten uns aus. Dann beförderte mich einE FeldjägerIn mit einem Fußtritt in meinen Hintern von dem Militärgelände und sagte er/sie hätte keinen Bock mehr auf diesen “Spinnkram“. Ich lachte höhnisch, denn ich wollte eh nach Hause. Schließlich war morgen der Antikriegstag von den NeofaschistInnen angemeldet und ich brauchte noch meine USA Fahne um für den Krieg zu demonstrieren, denn schließlich macht der/die vorbildliche AntifaschistIn immer das Gegenteil von dem was der/die FaschistIn macht. Die MilitaristInnen hatten genug! So schnell werden die sich sicherlich nicht wieder mit Antifaschist Klaus und seinen elitären Verbündeten anlegen, da war ich mir sicher.


Am nächsten Tag zeigte ich den NaziInnen meine Flagge und feierte den Einmarsch der nicht militärischen Soldaten der nicht imperialistischen USA in Deutschland und habe sehr oft, sehr kreativ “Nazis raus!” gerufen. Auch wenn die NaziInnen über mich lachten, glaube ich trotzdem, dass sie riesengroße Angst vor mir hatten. Stolz ging ich nach Hause und zur Feier des Tages machten ich und zwei GenossInnen noch eine Mahnwache bis in die Nacht an dem Papierkorb im Wald, wo der Aufkleber der NPP hing. Ein wirklich erfolgreiches Wochenende: FaschistInnen und MilitaristInnen wurde gezeigt, was der antifaschistische Widerstand alles vermag! Was würde die Welt nur ohne Leute wie mich machen?

Gez. Antifa Pinneberg

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